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Häufige Fragen zur bKV
Was Arbeitgeber uns am häufigsten fragen, kurz beantwortet. Wenn Ihre Frage fehlt, schreiben Sie uns.
- Stand: Oktober 2026
- Persönliche Antwort auf Rückfragen
Kurz gesagt
Eine bKV ist eine Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter abschließt: Der Betrieb zahlt den Beitrag, der Versicherer erstattet die Rechnungen. Sie kostet Mitarbeiterzahl mal Monatsbeitrag, ist bis 50 Euro im Monat für alle Sachbezüge zusammen nach heutigem Stand steuer- und sozialversicherungsfrei und kommt bei Gruppentarifen in der Regel ohne Gesundheitsprüfung aus. Mitarbeiter reichen Rechnungen direkt beim Versicherer ein; der Arbeitgeber erfährt keine Diagnosen.
Zu teuer, zu kompliziert, nicht nötig?
Die drei häufigsten Einwände, und was dahintersteckt.
„Das ist zu teuer für uns“
Die Kosten sind fest und planbar: Mitarbeiterzahl mal Monatsbeitrag. Zum Budgetrechner
„Das ist zu kompliziert“
Sie entscheiden über Budget, Mitarbeiterkreis und Tarif. Vergleich, Vertrag und Unterlagen bereiten wir vor. Zur Einführung
„Die Kasse reicht doch“
Beim Inlay, bei der Brille und bei Zuzahlungen zahlen Versicherte vieles selbst, ab 2027 mehr als bisher. Zur Gesundheitsreform
Alle Fragen und Antworten
Grundlagen
Was ist eine betriebliche Krankenversicherung?
Eine Krankenzusatzversicherung, die der Arbeitgeber für seine Mitarbeiter abschließt. Der Betrieb zahlt den Beitrag, der Versicherer erstattet die Rechnungen. Sie ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung um Leistungen wie Zahnbehandlung, Sehhilfen, Heilmittel, Medikamente, Vorsorge und Krankenhaus.
Welche Leistungen deckt eine bKV ab?
Je nach Tarif zum Beispiel Inlays und Zahnersatz, Brillen, Physiotherapie und Massagen ohne Zuzahlung, Medikamente auf Privatrezept, Naturheilverfahren, Vorsorge, Leistungen im Krankenhaus und ein Terminservice für Facharzttermine. Budgettarife lassen den Mitarbeiter selbst wählen, wofür er das Budget einsetzt.
Übernimmt die bKV auch Zweibettzimmer und Chefarzt?
Ja, wenn ein stationärer Baustein vereinbart ist. Es gibt Tarife, die nur nach einem Unfall leisten und dafür wenig kosten, und Tarife, die bei jedem Krankenhausaufenthalt gelten. Umfassende Pakete liegen häufig über der Freigrenze von 50 Euro; dann ist der Beitrag steuer- und beitragspflichtig.
Was ist der Unterschied zu einer privaten Zusatzversicherung?
Den Vertrag schließt der Arbeitgeber für eine ganze Gruppe. Dadurch gelten meist einfachere Bedingungen: in der Regel keine Gesundheitsprüfung, häufig keine Wartezeiten und ein einheitlicher Beitrag.
Wie verbreitet ist die bKV?
Ende 2025 boten rund 60.600 Unternehmen in Deutschland ihren Beschäftigten eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Kranken- oder Pflegeversicherung an, 16 % mehr als ein Jahr zuvor. Über 2,8 Millionen Beschäftigte waren so abgesichert. Quelle: PKV-Verband, Stand 31.12.2025.
Was ist arbeitgeberfinanziert, was arbeitnehmerfinanziert?
Bei der arbeitgeberfinanzierten bKV zahlt der Betrieb den Beitrag zusätzlich zum Gehalt; das ist der übliche Weg. Bei der arbeitnehmerfinanzierten Variante schließen Mitarbeiter über einen Rahmenvertrag selbst ab und zahlen selbst; dann gelten meist andere Bedingungen, etwa eine Gesundheitsprüfung.
Kosten und Steuer
Was kostet die bKV den Arbeitgeber?
Mitarbeiterzahl mal Monatsbeitrag. Den Beitrag bestimmen Sie mit der Wahl des Tarifs. Der Budgetrechner zeigt den Betrag für Ihren Betrieb.
Ist die bKV steuerfrei?
Als Sachbezug bleibt sie nach heutigem Stand steuer- und sozialversicherungsfrei, wenn der Beitrag zusammen mit allen anderen Sachbezügen des Mitarbeiters 50 Euro im Monat nicht übersteigt. Die verbindliche Einordnung trifft Ihr Steuerberater.
Sind die Beiträge Betriebsausgaben?
In der Regel ja, wie andere Personalkosten auch. Bitte stimmen Sie das mit Ihrem Steuerberater ab.
Lässt sich die bKV mit anderen Zusatzleistungen verbinden?
Ja. Wichtig ist der Blick auf die Freigrenze: Die 50 Euro im Monat gelten für alle Sachbezüge eines Mitarbeiters zusammen.
Mitarbeiter
Was, wenn unsere Mitarbeiter die bKV kaum nutzen?
Das ist die häufigste Enttäuschung mit einer bKV, und meist liegt es nicht am Tarif, sondern daran, dass das Team sie vergisst. Deshalb hört unsere Arbeit nach dem Start nicht auf: Über das Jahr bekommen Sie von uns fertige Erinnerungen für Ihr Team, etwa zum ersten Einreichen, zur Zahnreinigung und zum Budget-Check im Herbst. Neue Mitarbeiter erhalten ein Willkommenspaket. Einmal im Jahr schauen wir mit Ihnen gemeinsam, wie die bKV ankommt.
Ab wie vielen Mitarbeitern ist eine bKV möglich?
Wir beraten Betriebe ab 5 Mitarbeitern. Die meisten Gruppentarife setzen eine Mindestzahl versicherter Personen voraus; sie unterscheidet sich je nach Versicherer.
Bekommen auch ältere oder vorerkrankte Mitarbeiter die bKV?
Ja. Bei arbeitgeberfinanzierten Gruppentarifen gibt es in der Regel keine Gesundheitsfragen. Der 25-jährige Berufsanfänger bekommt denselben Schutz wie die 63-jährige Fachkraft mit Vorerkrankungen. Bei vielen Tarifen zahlen Sie für alle denselben Beitrag; einige Versicherer staffeln nach Alter.
Können sich die Familien der Mitarbeiter versichern?
Ja, bei den meisten Versicherern. Ehepartner und Kinder können sich über den Gruppenvertrag des Betriebs selbst versichern, meist in derselben Tarifstruktur. Den Beitrag dafür zahlt der Mitarbeiter selbst, nicht der Betrieb. Unter bestimmten Bedingungen, etwa bei Anmeldung innerhalb einer Frist, geht das ohne Gesundheitsfragen. So bekommen auch Angehörige Schutz, die wegen einer Vorerkrankung privat keine Zusatzversicherung mehr abschließen könnten. Die genauen Bedingungen legt der Tarif fest.
Gibt es eine Gesundheitsprüfung für Mitarbeiter?
Bei arbeitgeberfinanzierten Gruppentarifen verzichten die Versicherer in der Regel darauf. Vorerkrankungen sind dann in vielen Tarifen mitversichert.
Müssen alle Mitarbeiter teilnehmen?
Sie entscheiden, wem Sie die bKV anbieten. Zulässig sind sachlich abgegrenzte Gruppen, etwa nach Betriebszugehörigkeit oder Tätigkeit. Innerhalb einer Gruppe müssen alle gleich behandelt werden.
Kann die bKV auch für Geschäftsführer und Inhaber abgeschlossen werden?
Das hängt von der Rechtsform, der Stellung im Unternehmen und vom Tarif ab. Steuerlich können für Gesellschafter-Geschäftsführer und Inhaber andere Regeln gelten. Bitte vorab mit dem Steuerberater klären.
Wie reichen Mitarbeiter Rechnungen ein?
Direkt beim Versicherer, meist per App oder Online-Portal. Der Arbeitgeber ist daran nicht beteiligt und erfährt nicht, welche Leistungen genutzt werden.
Vertrag
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt?
Sie melden ihn ab, der Beitrag entfällt. In vielen Tarifen kann der Mitarbeiter den Schutz privat fortführen, oft ohne erneute Gesundheitsprüfung.
Was gilt bei Elternzeit oder längerer Krankheit?
Das regelt der Gruppenvertrag. Je nach Versicherer läuft der Schutz weiter, ruht oder kann vom Mitarbeiter selbst fortgeführt werden. Diese Punkte sollten von Anfang an in Ihrer Zusage stehen.
Gibt es eine Mindestlaufzeit?
Laufzeit und Kündigungsfrist stehen im Gruppenvertrag und unterscheiden sich je nach Versicherer. Sie gehören zu den Punkten, die wir im Vergleich zeigen.
Zu uns
Welche Versicherer empfehlen Sie?
Das hängt von Betriebsgröße, Branche, Budget und gewünschten Leistungen ab. Als Makler sind wir an keinen Versicherer gebunden und legen unserer Empfehlung den Vergleich zahlreicher Anbieter zugrunde.
Was kostet die Beratung?
Für Sie nichts. Im Vermittlungsfall erhalten wir eine Vergütung vom Versicherer, die im Beitrag enthalten ist. Einzelheiten stehen in unserer Erstinformation.
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